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Wasja Götze Beziehungsweise Moritz Götze

25.00 10.00

175 Seiten, 1700 g, 1998, Siegburg Rheinlandia Verlag

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Diese Publikation erscheint im Rheinland Verlag anläßlich der Ausstellung. Mit zahlr. z.T. ganzseitigen und farbl. Abb. Die unteren Buchecke sind etw. bestoßen. Das untere Kap. ist etw. bestoßen. Der Su ist hinten im inneren beschnitten und hat kl. Läsuren, sonst gutes Exemplar. Die in Halle an der Saale beheimateten Maler Wasja und Moritz Götze, Vater und Sohn, gehörten zu den originellen Außenseitern in der ehemaligen DDR. Sie malten, musizierten und agierten gegen verfestigte Positionen, durchbrachen konventionelle Grenzen und erweiterten systematisch den Spielraum ihrer Ausdrucksmöglichkeiten. Bereits in den siebziger Jahren bewegte sich Wasja Götze nach seinem Studium an der halleschen Kunstschule Burg Giebichenstein auf ungewöhnlichen Wegen, in dem er gestalterische Elemente der westlichen Pop Art mit Versatzstücken realsozialistischer Phänomene und persönlicher Erfahrungen kombinierte. Nur wenige Gleichgesinnte, dafür aber um so mehr argwöhnische Beobachter gab es damals in seiner unmittelbaren Umgebung. Zeichnerische Präzision und malerische Raffinesse prägen auch heute noch die skurrilen, vielschichtigen und bunten Bildräume von Wasja Götze. Moritz Götze, der im Gegensatz zu seinem Vater das Auto­didaktentum kultiviert, fand mit der Hinwendung zu poppigen Farben und comic-haften Bildstrukturen noch in den achtziger Jahren eine Nische innerhalb der sich entwickelnden Kunstlandschaft der DDR, die er lebhaft auszufüllen verstand. Schon bald erreichte er einen eigenwilligen und unverwechselbaren Duktus, der zunehmend an Popularität gewinnt. Seine kurzweiligen Darstellungen – voller Aktion, Spannung, Unterhaltung und gewürzt durch eine pointierte Ironie – stehen der Realität ambivalent gegenüber. Durch das Aufgreifen vertrauter Bilder aus der Werbung und den Medien treffen sie gleichwohl den Nerv unserer Zeit.